Pennsylvania, Oh Pennsylvania

Ich war nicht nur ein paar Tage in New York, nein, es ging weiter, Richtung Süden. Leider nicht so Südlich, dass das Türkise Meer von Florida zu sehen war, aber immerhin hatten wir die ganze Woche über 25 Grad und der Himmel war blau. Also ging es mit Sack und Pack von der Pennstation (NYC), nach Lancaster in Pennsylvania. PA ist ein Bundestaat gute 3 Stunden mit dem Zug von NY entfernt. Ich war total angenehm überrascht, wie viel Beinfreiheit man in den Zügen von Amtrak hat. Leider können wir deutschen da mit dem ICE nicht so sehr punkten. Die Ausstattung war zwar etwas in die Jahre gekommen aber der Komfort vom Platz, die Sitze und die funktionierende Klimaanlage war wirklich top!

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Unterschied bei Zügen/Bahnhöfen zu Deutschland: Die Gleise werden erst wenige Minuten vor Abfahrt bekannt gegeben. So steht eine Masse an Menschen vor einer riesigen Tafel und wartet angespannt auf die Bekanntgabe des Abfahrtgleises. Die Pennstation ist wirklich groß. Es gibt bis zu 12 West-Gleise, 12 Ost-Gleise und dann noch normale Gleise (ohne Himmelsrichtung). Hier muss man natürlich schnell sein, sobald man weiß von welchem Track (Gleis) aus der richtige Zug abfährt.

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Kaum aus NY raus, wurde es immer ländlicher. Bis dann irgendwann hinter Philadelphia nur noch kleine Städte und Dörfer angefahren wurden. In Lancaster angekommen, kam mir alles noch mal so anders vor. Ich würde nicht sagen, dass ich einen Kulturschock hatte, aber es war halt anders als in Europa. Die Autos waren alle viel größer, die Stromleitungen verlaufen direkt an der Straße über kurze Holzmasten zu den Häusern. Die Häuser an sich sind zu 98% alle aus Holz gebaut. Und alle öffentlichen Toiletten haben an der Kabinentür kleine Schlitze – links und rechts. Es ist halt alles ganz anders aber trotzdem ähnlich wie zu Hause.

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Mit dem Auto meiner Freundin ging es dann nach Hause zu ihrer „Hostfamily“. Sie lebt dort bereits ein halbes Jahr und hat sich meiner Meinung nach wirklich gut eingelebt. Für mich spricht sie bereits fließend Englisch und hat diese lässige Art der Amerikaner aufgeschnappt.

Zuerst war ich natürlich etwas fremd in der Familie, was sich aber nach den ersten zwei Tagen gelegt hatte. Die Kids sind super süß und ich wusste schon da, es wird mir schwer fallen, alle wieder nach ein paar Tagen zu verlassen. So haben wir noch gute 6 Tage miteinander verbracht und meine Freundin hat mir die Umgebung gezeigt und ihre Freunde vorgestellt.

 

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Unser „Standardlokal“ war ein super Eis Laden. Bei Frozone kann man sich aus schätzungsweise 10 verschiedene Frozenjoghurt Sorten sein Eis zusammenstellen und beliebig viele Toppings darauf machen. Das ganze wird dann einfach nach Gewicht abgerechnet und bezahlt. Für einen relativ vollen Eisbecher mit jeder Menge Süßigkeiten bezahlt man so um die 6-7 Dollar. Ja ein teures Vergnügen. Ich finde die Lebensmittel in Amerika sind generell teurer als in Deutschland. Man zahlt als Vergleich für 0,3l gekühlten Orangensaft 3 Dollar. Ein kleiner Blumenstrauß, so wie man ihn bei einem Discounter an der Kasse für 1,99 – 3,99 Euro kennt, kostet dort sage und schreibe 8,99 Dollar. Eine Tüte M+M mit ca. 300g Füllmenge für 4-6 Dollar, je nach Sorte. Und von Gemüse und Obst brauche ich erst gar nicht anfangen. Wenn man bedenkt, dass der Umrechnungskurs zum Zeitpunkt meiner Reise nahezu 1:1 war finde ich die Lebensmittel schon nicht gerade billig.

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Am ersten Abend hatte der Hostdad ein Lagerfeuer gemacht. Wir haben uns alle darum versammelt und Marshmellows geröstet. Wenn diese kurz vor dem herunterfallen der Gabel waren, mussten der Marshmellow zwischen zwei Kekse mit Schokolade gemacht werden und gegessen werden. Verdammt süß, aber wirklich lecker und eine tolle Begrüßungsgeste der Familie.

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Am Sonntagnachmittag haben die Eagles (Eishockey) gespielt und wir sind in eine Sportsbar namens Arooga gegangen. Dort gab es jede Menge Fernseher, Bier und leckeres essen. Für mich gab es melted cheese Sandwiches. Super amerikanisch und super lecker (auch wenn es nichts besonderes ist!)

 

…Teil 2 folgt…..

November 20, 2016

Svenja

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